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Arbeitszufriedenheit, Identifikation und Engagements in Organisationen [Abstract]

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Brok, Ulrike ; Kals, Elisabeth ; Sirrenberg, Manuela:
Arbeitszufriedenheit, Identifikation und Engagements in Organisationen [Abstract].
In: Nerdinger, Friedemann ; Curth, Susanne (Hrsg.): Arbeit - Organisation - Wirtschaft: Wissenschaft für die Praxis : 7. Tagung der Fachgruppe Arbeits-, Organisations-, und Wirtschaftspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. - Rostock : Universität Rostock, 2011. - S. 208-209
ISBN 978-3-00-035421-2

Kurzfassung/Abstract

Arbeitszufriedenheit ist aus betriebswirtschaftlicher wie psychologischer Sicht gleichermaßen bedeutsam. Entsprechend steht Arbeitszufriedenheit mit Arbeitsleistung, extraproduktivem und kontraproduktivem Arbeitsverhalten sowie erlebten Emotionen im Zusammenhang. Vergleichbare Korrelationen werden für organisationale Identifikation berichtet. Dabei geht ein hohes Ausmaß an Arbeitszufriedenheit nicht nur mit organisationaler Identifikation einher, sondern auch mit Gerechtigkeitserleben, Vertrauen und Verantwortung.
Dennoch wird Arbeitszufriedenheit in Modellen der Arbeitsmotivation oftmals allein als Konsequenz von Kernmerkmalen der Arbeit, wie Variabilität, Ganzheitlichkeit, Bedeutung, Autonomie und Feedback erklärt. Obgleich auch Metaanalysen Hinweise auf weitere Variablen geben, werden diese bislang kaum in Modellen zur Arbeitszufriedenheit berücksichtigt.
Hier setzt die vorgestellte Online-Fragebogenstudie (N=205) an. Sie integriert neben klassischen Variablen der Arbeitszufriedenheit die Befunde der Gerechtigkeits-, Vertrauens- und Verantwortungsforschung. Die zentralen Forschungsfragen lauten: Inwieweit können Gerechtigkeit und Vertrauen Arbeitszufriedenheit oder Identifikation von Mitarbeitern erklären? Welchen Anteil an Arbeitszufriedenheit erklären klassische Variablen, wie Bezahlung, Handlungsspielraum oder Arbeitsstrukturmerkmale im Verhältnis zu Gerechtigkeitswahrnehmungen und Vertrauen? Welchen Einfluss haben dabei erlebte Emotionen?
Die multivariaten Analysen zeigen, dass neben arbeitsstrukturellen Variablen, Vertrauen und organisationale Gerechtigkeit sowie negativ erlebte Emotionen, wie Ärger oder Wut, die Arbeitszufriedenheit (R2=.65) von MitarbeiterInnen erklären. Identifikation (R2=.40) wird, neben organisationaler Gerechtigkeit und negativ erlebten Emotionen, zusätzlich durch positive erlebte Emotionen (Freude, Spaß) vorhergesagt. Darüber hinaus erklären – allerdings zu einem geringeren Anteil – hohes Einkommen und hohe Identifikation die Bereitschaften der MitarbeiterInnen, sich im Arbeitskontext zu engagieren (R2=.20), während Fluktuationsabsichten durch geringe Identifikation, geringe Arbeitszufriedenheit, wenig positiv erlebte Emotionen und externale Verantwortungsattribution vorhergesagt werden (R2=.28).
Ohne die Grenzen des querschnittlichen Designs zu übersehen, werden theoretische und praktische Implikationen der Befunde diskutiert.

Weitere Angaben

Publikationsform:Aufsatz in einem Buch
Schlagwörter:Organisationspsychologie, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation und Organisationales Commitment, Identifikation, Gerechtigkeit, Vertrauen, Emotionen, Produktives und kontraproduktives Verhalten, Kommunikation und Einfluss, Führung
Institutionen der Universität:Philosophisch-Pädagogische Fakultät > Psychologie > Psychologie III - Professur für Sozial- und Organisationspsychologie
Titel an der KU entstanden:Ja
Eingestellt am:20. Sep 2012 10:20
Letzte Änderung:28. Sep 2012 18:19
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