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Wahrgenommene Gerechtigkeit von Begabtenförderung: Gerechtigkeitsbewertungen, affektive Reaktionen, Handlungsbereitschaften (Abstract)

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Strubel, Isabel ; Kals, Elisabeth:
Wahrgenommene Gerechtigkeit von Begabtenförderung: Gerechtigkeitsbewertungen, affektive Reaktionen, Handlungsbereitschaften (Abstract).
In: Riemann, Rainer (Hrsg.): 48. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Bielefeld, 2012. - Lengerich : Pabst Science Publishers, 2012. - S. 280
ISBN 978-3-89967-829-1

Kurzfassung/Abstract

Obgleich die Frage nach der Gerechtigkeit von Begabtenförderung in Form von Stipendien öffentlich umfangreich diskutiert wird, gibt es hierzu kaum empirische Arbeiten. In diese Lücke stößt die vorliegende Studie, indem sie subjektive Gerechtigkeitsurteile über Begabtenförderung erfasst. So wird untersucht, wie Gerechtigkeitswahrnehmungen von Begabtenförderung während des Studiums in verschiedenen Stichproben ausgeprägt sind und welche Auswirkungen diese auf Emotionen sowie Bereitschaften haben, sich für oder gegen diese Förderung zu engagieren. Anhand einer Fragebogenstudie an 604 Studenten(innen) und Abiturienten(innen) werden diese Fragestellungen mit Hilfe deskriptiver, korrelativer und regressionsanalytischer Verfahren sowie Gruppenvergleichen untersucht. Dabei bestätigt sich, dass Fragen der Gerechtigkeit bei der Begabtenförderung eine zentrale Rolle spielen. Die Gerechtigkeitsurteile, die gefällt werden, sind differenziert: Während z.B. der Leistungsbezug der Förderung durchweg als gerecht anerkannt wird, werden ein ungleicher Zugang zu den Programmen und ungleiche Informiertheit als besonders ungerecht bewertet. Darüber hinaus unterscheiden sich die Gerechtigkeitsurteile zwischen Stipendiaten(innen) und Studierenden, die nicht gefördert werden. Multiple Regressionsanalysen zeigen, dass Bereitschaften, sich für bzw. gegen Programme der Begabtenförderung einzusetzen, durch Gerechtigkeits- und Ungerechtigkeitswahrnehmungen, Emotionen und eigene Erfahrungen sehr gut vorhergesagt werden können (R2= .61 bzw. .46). Die Verfahrensgerechtigkeit des Auswahlverfahrens spielt im Sinne eines Fair-Process-Effekts gerade bei einer Ablehnung eine wichtige Rolle. Die empirischen Daten können der genannten Diskussion Tiefe geben und Ansatzpunkte für Interventionen bieten.

Weitere Angaben

Publikationsform:Aufsatz in einem Buch
Schlagwörter:Gerechtigkeit; Begabtenförderung; Stipendien; Fair-Process-Effects
Institutionen der Universität:Philosophisch-Pädagogische Fakultät > Psychologie > Psychologie III - Professur für Sozial- und Organisationspsychologie
Titel an der KU entstanden:Ja
Eingestellt am:16. Okt 2012 07:16
Letzte Änderung:06. Mai 2013 16:17
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