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Vom psychodynamischen zum kognitiv-behavioralen Verständnis von Funktion und Strategie der Hysterie: Nur auf der Bühne lässt es sich überleben

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Sulz, Serge:
Vom psychodynamischen zum kognitiv-behavioralen Verständnis von Funktion und Strategie der Hysterie: Nur auf der Bühne lässt es sich überleben.
In: Psychotherapie in Psychiatrie, psychotherapeutischer Medizin und klinischer Psychologie. 20 (2015) 1. - S. 181-200.
ISSN 1430-9483

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Kurzfassung/Abstract

Gerade weil die Hysterie künftig nicht mehr in ICD und DSM auffindbar ist, erscheint es notwendig, zu verhindern, dass an dieser Stelle ein blinder Fleck bei Psychotherapeuten entsteht. Ausgehend von psychiatrischen und psychodynamischen Beschreibungen hysterischer Phänomene, von der histrionischen Persönlichkeit (hysterischer Charakter) über die Konversionssyndrome als Spezialfall der Somatisierung bis zu den nicht-traumabedingten Dissoziationen wird versucht zu einem kognitiv-behavioralen Verständnis zu gelangen.
Das entwicklungshemmende Beziehungsangebot von Mutter und Vater in den ersten Lebensjahren nötigt dem Kind eine Überlebensstrategie ab, die später eventuell als hysterisch imponiert. In symptomauslösenden Situationen kann die Überlebensregel nur mit Hilfe der Erfindung eines Konversionssyndroms oder eines dissoziativen Syndroms eingehalten werden. Das Besondere ist die dramaturgische Ausgestaltung einerseits der Persönlichkeitszüge und andererseits des Konversionssyndroms. Die Psychotherapie beginnt mit einer sorgfältigen Marko-Verhaltensanalyse: Im Rahmen der Funktionsanalyse wird die im Erwachsenenalter dysfunktional gewordenen Überlebensregel und der Reaktionskette zum Symptom erarbeitet und daraus die hysterie-spezifischen Therapieziele abgeleitet. Der Therapieprozess pendelt zwischen tiefer emotionaler Erfahrung und metakognitiver Reflexion (Mentalisierung).

Weitere Angaben

Publikationsform:Artikel
Schlagwörter:Psychotherapie – Hysterie – Konversion – Dissoziation – Histrionische Persönlichkeitsstörung – Verhaltenstherapie – Funktionsanalyse – Überlebensregel – Reaktionskette zum Symptom – Makro-Verhaltensanalyse – Mentalisierung – Affektregulierung – Emotionsregulation – primärer und sekundärer Selbstmodus - Entwicklungsmodus
Institutionen der Universität:Philosophisch-Pädagogische Fakultät > Pädagogik > Lehrstuhl für Sozialpädagogik
Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?:Ja
Peer-Review-Journal:Ja
Titel an der KU entstanden:Ja
Eingestellt am:07. Aug 2017 12:11
Letzte Änderung:30. Jul 2018 11:46
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